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Auswirkungen der Hafenindustrie auf die Umwelt

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Schaden deutschlands Häfen der Umwelt? Aufgrund seiner geografisch günstigen Lage an Nord- und Ostsee sowie einem weitverzweigten, natürlichen Wasserstraßen-Netz, leisten die deutschen Häfen einen wichtigen Beitrag am Wirtschaftsstandort Deutschland. Dabei hat die Hafenindustrie wie jeder andere Industriezweig seine Licht- und Schattenseiten. Diese lassen sich gut am Beispiel dreier deutscher Häfen aufzeigen:

Der Hafen sichert Arbeitsplätze

Nicht nur im Norden, sondern in ganz Deutschland sind insgesamt rund 261.500 Menschen vom Hamburger Hafen abhängig! Mit fast 183.000 Arbeitsplätzen ist der Hafen der größte Arbeitgeber der Region. Etwa ein Drittel der Arbeitnehmer des Hafens lebt außerhalb Hamburgs in Schleswig-Holstein und Niedersachsen und fördert so auch in diesen Bundesländern die Wirtschaft, in dem sie dort leben, einkaufen, Häuser bauen. Der Hamburger Hafen als riesiger Güter- und Containerumschlagplatz schafft Arbeitsplätze in Handel, Verkehr und Industrie. Aber immer größere Schiffe verlangen auch immer größere, moderne Hafenanlagen. Mehr Handel verlangt mehr Logistik. Immer neue Transportwege zu Wasser und Lande müssen gebaut und erweitert werden. Das löst natürlich auch Probleme aus! Zum einen haben die Hamburger Hafenbecken aufgrund des Tidenhubs der Gezeiten immer schon mit Versandung und Verschlickung zu kämpfen.

Problem der Elbvertiefung nicht gelöst

Größere Schiffe erfordern mehr Tiefgang, was eine Vertiefung der Elbe nach sich zieht. Dies führt jedoch zu erheblichen Schwierigkeiten mit Gebieten, die teilweise unter europäischem Schutzrecht stehen. Darüber hinaus schaffen Wasser- und Luftverschmutzung große Probleme, die bis heute nicht zufriedenstellend gelöst werden können.

Als eines der wichtigsten Exportzentren Deutschlands prägt der Hafen an der Wesermündung wieder nicht nur die angrenzende Region, sondern hat ebenfalls Einfluss auf unsere gesamte Wirtschaft. Als Arbeitgeber ist der Hafen gerade in einer von extrem hoher Arbeitslosigkeit gebeutelten Gegend wie Bremen nicht wegzudenken. Der Hafen zieht Arbeitnehmer aus Stadt und Umland an, die ihren Jobs im Container-Terminal, in den angesiedelten Werften, dem Kraftfahrzeug-Umschlag und der fischverarbeitenden Industrie nachgehen. Ein neuer Schwerlasthafen für die Windkraftindustrie ist hier geplant und stellt weitere rund 8.000 neue Arbeitsplätze in Aussicht. Ein Segen für die Region! Doch wie sich die Finanzierung dieses Ausbaus auf den schwachen Bremer Finanzhaushalt auswirken wird, bleibt abzuwarten. Immerhin haben Umweltschützer bereits für Kompensationsgebiete am südlichen Stadtrand gesorgt, die neue Lebensbedingungen für die See- und Zugvögel schaffen sollen, deren bisheriger Lebensraum durch neue Kaianlagen und Terminals an der Wesermündung entfallen.

Der größte Binnenhafen Europas ist ein wichtiger Hafen- und Logistikstandort, der über den Rhein eine direkte Anbindung an die Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen bietet, aber auch Wege nach Hamburg und Emden findet und damit eine Kombination zwischen Binnen- und Seeschifffahrt ermöglicht. Allein in Duisburg sind rund 11 Prozent aller Arbeitsplätze vom Hafen abhängig. Wieder ist der Hafen wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsstandort. Aber auch hier belasten Abgase und Wasserverschmutzung die Umwelt. Etwa ein Drittel der gesamten Feinstaubbelastung Duisburgs entsteht im Hafen! Insgesamt sind die deutschen Häfen als Wirtschaftsfaktor nicht wegzudenken. Doch muss permanent an der Lösung der Umweltprobleme gearbeitet werden, die diese auslösen.

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