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Die Papierindustrie – der Umweltfaktor

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Auch in der Papierindustrie ist der Umweltschutz angekommen. Die Papierindustrie ist ein Unternehmen der Grundstoffverarbeitenden Industrie und befasst sich mit der Herstellung von Papier, Pappe und Kartonagen. In der Papierverarbeiteten Industrie unterscheidet man vier große Produktgruppen, besser Papiersorten. Zum einen das sehr feine graphische Papier, welches man zum Beschreiben-, Bedrucken und zum Kopieren benutzt, beispielsweise im Zeitungsdruck. Dann die Gruppe:, Papier, Pappe und Karton für Verpackungsindustrie. Sowie Hygiene-Papiere und Tissui-Papiere, besonders zur Herstellung von Taschentüchern, Toilettenpapier und Servietten. Und auch die Papiere und Pappen für spezielle technische Verwendungszwecke werden von der Papierindustrie hergestellt. Die deutsche Papierindustrie ist im VDP ( Verband Deutscher Papierindustrie) organisiert. Es arbeiten etwa 40000 Mitarbeiter in 167 deutschen Papierfabriken. Diese erwirtschafteten, beispielsweise im Jahr 2012, einen Jahresumsatz von etwa 14,7 Milliarden Euro, das waren 5% weniger als im Vorjahr.

Deutschland ist führender Papierproduzent

Weltweit stellt die Papierindustrie etwa 400 Millionen Tonnen Papier, Pappe und Kartons her. Deutschland belegt hier den Platz vier in der Weltproduktion, hinter China, den USA und Japan. Mit einem Produktionsvolumen von rund 23 Millionen Tonnen Papier, Pappe und Karton belegte Deutschland im Europäischen Raum Platz eins bei der Papierherstellung. Weltweit wird etwa die Hälfte der deutschen Produktion exportiert und umgekehrt deckt Deutschland die Hälfte des Papierverbrauchs durch Importe. Hier belegte Deutschland vor den USA Platz eins. Den größten Teil decken hierbei Schweden und Finnland ab, etwa 3% werden aus Übersee importiert. Desweiteren konnte der Auslandsabsatz mit circa 1,6% gesteigert werden, wo gegen der Inlandabsatz um etwa 2,2 % sank. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf ein verändertes Mediennutzungsverhalten. Es ging allein beim Zeitungsdruck der Absatz um 9% zurück. Insgesamt befindet sich die Papierindustrie in einem strukturellen Wandel. Einem Rückgang im Bereich des graphischen Papieres steht ein Anstieg im Bereich Hygiene- Papiere und Verpackungspapiere gegenüber.

Global gesehen ist Deutschland einer der größten Absatzmärkte überhaupt. Mit rund 20 Millionen Tonnen Papier liegt Deutschland an der Spitze im Verbrauch aus europäischer Sicht, was unter anderem an der exportorientierten deutschen Industrie liegt. Weltweit belegt die USA den ersten Platz im Verbrauch von Papier, Pappe und Karton. Etwa 60 % der deutschen Papierindustrie, gemessen am Umsatz, befindet sich derzeit in ausländischer Hand, was größtenteils an der strategischen Bedeutung des deutschen Marktes liegt.

Viel Papier bedeutet viel Energieverbrauch

Die Papierindustrie gehört zu den vier Energieintensivsten Branchen in Deutschland. Gemessen am Umsatz betragen die Energiekosten etwa 11 %. Um Ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten ist Deutschlands Papierindustrie auf Ausnahmeregelungen bei der Energie-und Stromsteuer angewiesen. Gäbe es diese Ausgleichsregelung nicht, würden die Energiekosten hier jährlich etwa 450 Millionen Euro betragen. Das wäre dann etwa das Doppelte von dem, was die deutsche Papierindustrie im letzten Jahr erwirtschaftet hat. In Deutschland werden etwa 90% der gesamten Verbrauchsmenge an Papier aus Altpapier recycelt. Das restliche Papier wird aus Zellstoff und Holstoffen produziert. Laut VDP werden etwa 3000 Sorten verschiedenes Papier hergestellt.

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