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Umweltauswirkungen der Industrie

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Umweltauswirkungen der Industrie

Die industrielle Entwicklung und Auswirkung auf die Umwelt

Durch die Industrialisierung entstanden für die betroffenen Menschen viele Vorteile. Bedingt durch die Mechanisierung und Automatisierung bei der Herstellung oder Weiterverarbeitung von Gütern oder Waren musste nicht mehr so körperlich anstrengend gearbeitet werden. Der Wohlstand der Bevölkerung verbesserte sich in vielerlei Hinsicht nachhaltig. Dieses Rad wird deshalb auch nie wieder zurückgedreht werden können.

Allerdings brachte diese Entwicklung nicht nur Vorteile, sondern auch bedenkliche Veränderungen für die Umwelt. Durch die ständig wachsende Weltbevölkerung verstärken sich diese Auswirkungen noch mehr, so dass kritische Umweltbetrachtungen häufiger und mit Nachdruck warnender werden. Die Kehrseite der Industrialisierung: Schäden und Gefahren für die Umwelt!

Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse in der Schwerindustrie, Leichtindustrie und chemischen Industrie beinhalten die Notwendigkeit einer Verbrennung von Rohstoffen in großem Ausmaß zur Energiegewinnung. Dies gilt vor allem für die Produktion von Eisen und Stahl sowie für den Bau von Maschinen. Die Energiegewinnung erfolgt in erheblichem Umfang durch Kohle- und Atomkraftwerke. Der Transport von Waren und Gütern führt zu einer deutlichen Zunahme des Kraftfahrzeug-/Schiffs- und Flugverkehrs.

Veränderte Anbaubedingungen bestehen durch den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft. In vielen Wäldern wird der Kahlschlag zur Holzgewinnung in großem Stil betrieben. Die Auswirkungen dieser Veränderungen sind alarmierend:

1. Die Verunreinigung der Luft

Vor allem geschieht dies durch Kohlen- und Schwefeldioxid sowie Stickoxide. Dabei mischen sich zum Beispiel giftige Stoffe mit Wasser und es entsteht “saurer Regen”, der vor allem für das Waldsterben verantwortlich gemacht wird.

Zu viel Kohlendioxid gelangt in die Atmosphäre und verursacht den “Treibhauseffekt”.

Aufgrund der Einwirkungen auf die Ozonschicht wird dieser Schutzschild gegen die schädlichen UV-Strahlen geschwächt, wodurch Hauterkrankungen hervorgerufen werden können. Smogwarnungen vom Deutschen Wetterdienst sind für die Sommerzeit bereits üblich geworden. Beeinträchtigungen der Sicht nehmen ebenfalls zu. Ein extremes Beispiel hierfür lieferten kürzlich die Bilder aus Peking!

2. Verunreinigungen des Bodens

Düngemittel, Pestizide in der Landwirtschaft und der “saure Regen” bilden hierbei einen Schwerpunkt.

3. Wasserverschmutzungen

Abwässer von Industrieanlagen und Schiffsverkehr (Tankerunglücke!) sind für die Verunreinigungen von Flüssen und Meeren ebenso maßgeblich verantwortlich wie “saurer Regen”. Gifte und Chemikalien verschmutzen und gefährden das Grundwasser.

Insgesamt besteht eine erhebliche Gefährdung des menschlichen Lebensraumes. Fachleute sprechen bereits vom “Klimawandel” und weisen auf Artensterben in der Tierwelt, Wüstenbildungen und das Abschmelzen der Pole hin. Die Atomindustrie wird in Verbindung zu unkalkulierbaren Risiken für die Umwelt gebracht.

Im Zeichen der Globalisierung sind grenzüberschreitende Maßnahmen zum Schutz der Umwelt erforderlich. Dies gilt insbesondere für die Reinhaltung der Luft. Eine deutliche Reduzierung von Kohlendioxid und Schwefeldioxid ist unumgänglich. Hier sind Politik und Unternehmer gleichermaßen aufgefordert, in Verantwortung für nachfolgende Generationen (darunter könnte auch das eigene Kind/Enkelkind sein!) zu handeln.

Zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen muss sozialpolitisch die Frage der Notwendigkeit und des Umfanges der Güterproduktion gestellt werden. National wie international müssen dringend verbindliche und kontrollierbare Abkommen und gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, da die bisherigen Regelungen unzureichend sind. Staaten mit starkem Energiebedarf wie zum Beispiel die USA, Russland, China oder Indien zeigen bislang nur ein eingeschränktes Interesse an Kooperationsbereitschaft und zusätzlichen Umweltinvestitionen. Im Zusammenhang mit Umweltgipfeltreffen hoffte man bislang vergeblich auf eindeutige Erklärungen zur Eindämmung der Emissionen treibhauswirksamer Gase.

Positiver sieht es teilweise bei der Automobilindustrie aus. Katalysatoren, die Entwicklung von Elektromotoren sind Signale in die richtige Richtung. Reagiert hat auch die Papierindustrie durch die umweltschonende Verwertung von Altpapier. Seit der Katastrophe von Fukushima haben sich die Meinungen in der Bevölkerung und bei vielen politisch Verantwortlichen bezogen auf die Energiegewinnung durch Kernkraft deutlich verändert. Viele fordern das Ende für Atomkraftwerke! Der verantwortliche Umgang mit energieerzeugenden Rohstoffen ist eine herausragende Aufgabe zum Erhalt der Umwelt. Hilfreich könnten stärkere staatliche oder europäische Subventionen für umweltfreundliche Industrietätigkeiten sein.

Die Voraussetzungen für alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz unserer Umwelt werden nur durch globale Einstellungen, die durch Vernunft und Verantwortung geprägt sind, geschaffen werden können.

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