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Bauen mit Solar – Symbiose von Umwelt und Ökonomie

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Bauen mit Solar – Symbiose von Umwelt und Ökonomie

On März 13, 2019, Posted by , In Solar, With No Comments

In den letzten Jahren hat sich verstärkt die Optik der Häuser in den Städten und Orten verändert. Auf zahlreichen Dächern befinden sich kleinere und größere „Platten“, die in der Sonne silbern funkeln. Manche Bürgermeister legen in Sorge um den Erhalt, des für ihr Städtchen typischen Charakters fest, wieviel Prozent die sichtbare Dachfläche des Hauses für Solaranlagen betragen darf. Auch die Frage, ob Solaranlagen in Kulturdenkmäler integriert werden können, wird diskutiert. Dies zeigt, dass es bei der Integration und Nutzung der Solarenergie neben technischen, wirtschaftlichen auch um ästhetische und städtebauliche Aspekte geht. Aber eine Energieform, die auf Zustimmung in der Bevölkerung stösst, etabliert sich.

Jedes zehnte Eigenheim nutzt Sonnenenergie

Solarwärme wird von den Deutschen als Wärmelieferant favorisiert. Zu diesem Fazit kommt das Bielefelder Institut für Sozialforschung und Kommunikation, das auf der Branchenmesse die Studie „Akzeptanz von Photovoltaik und Solarthermie in Deutschland 2007 vorstellte. In der „Hitliste“ der bevorzugten Wärmeträger rangiert die Solarthermie mit 27 Prozent an oberster Stelle, gefolgt vom Erdgas mit 26 Prozent, der Bioenergie mit 25 Prozent und der Erdwärme mit ca. 10 Prozent. Der Autor der Studie, Herr Dr. Henry Puhe kommentierte die Ergebnisse: „Noch nie waren die Bundesbürger besser über die Energiegewinnung mit Hilfe der Sonne informiert. Das schlägt sich in der zunehmenden Kenntnis über die Fördermöglichkeiten und einer erhöhten Investitionsbereitschaft nieder.“ Besonders häufig planen Hauseigentümer die Anschaffung einer solaren Wärmeanlage, wenn sie in nach1980 errichteten Häusern wohnen und Heizöl zum Heizen verwenden. Ausserdem wird Bereitschaft, diese Investition zu tätigen, durch die Tatsache beschleunigt, dass in der Nachbarschaft bereits einige Solaranlagen installiert sind.

Photovoltaik – ein Thema heute und in der Zukunft

Physikalische Grundlagen: Unter Photovoltaik (auch Fotovoltaik) versteht man die direkte Umwandlung von Strahlung, primär Sonnenenergie, in elektrische Energie. Die Photovoltaik gehört, wie die Windenergie und die Wasserkraft, zu den regenerativen Energien. „Für die Funktion der Solarzelle ist es erforderlich, dass Strahlung in Form von Licht (in der Regel Sonnenlicht) eingefangen und absorbiert wird. Die Lichtabsorption muss zur Anregung und Freisetzung beweglicher negativer und positiver Ladungsträger führen. Die Lichtteilchen (Photonen) werden in Ladungsträgerpaare umgewandelt und Gleichstrom freigesetzt“. Die im Sonnenlicht enthaltene Strahlungsenergie wird also direkt in elektrische Energie umgewandelt.

Materialien und Konzepte

Diese Umwandlung kann durch verschiedene Konzepte erreicht werden. Wenn die Lichtabsorption durch hochabsorbierende organische Verbindungen erfolgt, spricht man von „organischen Solarzellen“. Licht kann aber auch von einer elektrochemischen Farbstoff- Solarzelle absorbiert werden. Das am häufigsten verwendete Material sind die Halbleiter, zum Beispiel Silizium (Si), Germanium (Ge). Die Halbleiter-Solarzellen sind derzeit am besten erforscht und besitzen den weitaus größten Marktanteil. Silizium stellt mit nahezu 99 Prozent den wichtigsten Rohstoff für die Fertigung der Solarzellen dar.

Die Solarzellen und ihre Funktion

Die Solarzellen bestehen aus zwei Siliziumschichten, die unterschiedliche elektrische Eigenschaften aufweisen. Am Übergang der beiden Schichten entstehen bei Sonneneinstrahlung ein elektrisches Feld. Aus diesem kann Strom entnommen werden.

Doppelter Nutzen der Solaranlage

Die Photovoltaik und die Solarthermie werden aufgrund knapper und damit teurer werdenden Ressourcen, zunehmend interessanter. Beim Bauen mit Solar können wir die Solarenergie direkt auf zweierlei Weisen nutzen: zum einen mit der Photovoltaik, der solaren Stromerzeugung und zum anderen durch die Solarthermie, die die Nutzung der Strahlungswärme für Heizung und Wassererwärmung ermöglicht.
Mehrere aneinander angeschlossene Solarzellen bilden ein Photovoltaik- bzw. „Solar-Modul“. Mit einem Wechselrichter lässt sich der, mit Hilfe der Solarzellen erzeugte Gleichstrom, für Verbrauchsgeräte mit 230 Volt Wechselspannung nutzbar machen. Solarkollektoren sind Bauelemente in Solaranlagen, die die Strahlungsenergie der Sonne in nutzbare Wärme für die Erwärmung des Trinkwassers und für die Heizung der Räume umwandeln. Das Kernstück eines Kollektors ist der „Absorber“.

Über eine Trägerflüssigkeit nimmt er die einfallende Sonnenstrahlung auf. Diese Absorberflüssigkeit besteht aus Wasser und Frostschutzmittel, die das Einfrieren im Winter verhindert. Das erwärmte Gemisch zirkuliert zwischen dem Kollektor und dem Wärmespeicher. Die Zirkulation durch die Rohre der Solaranlage geschieht durch eine Umwälzpumpe. Sie wird in Regelkreis elektronisch gesteuert, das heißt, sie startet, wenn die Temperatur in den Kollektoren höher steigt als die Temperatur im Waserspeicher ist (Höchstemperatur noch nicht erreicht). Die Speicherwärme wird über einen sogenannten „Wärmeaustauscher“ an das Brauchwasser abgegeben. Fast eine Million Solarkollektor-Anlagen arbeiten nach diesem System. Daraus lässt sich ableiten, dass die solare Erzeugung von Wärme, im Verhältnis zur Stromerzeugung mit den ca. 300.000 Photovoltaik-Anlagen, eine deutlich höhere Anwendung findet.

Flach- und Vakuumröhren-Kollektoren

In Fachkreisen wird zwischen Flach- und Vakuumröhrenkollektoren unterschieden. Beim Flachkollektor befindet sich der Absorber in einem flachen, wärmeisolierten Gehäuse, das eine Glasplatte verschliesst. Da die Flachkollektoren meist nicht luftleer, das heisst mit einem Vakuum versehen sind, geht mit dem Lufttransport Wärme verloren. Die Vakuumkollektoren sind nahezu doppelt so teuer, liefern aber bezogen auf die gleiche Fläche einen um ca. 30 Prozent höheren Ertragswert. Beim sogenannten „Heat-Pipe-Prinzip“ zirkuliert im Absorber eine spezielle Flüssigkeit, die bei Sonneneinstrahlung verdampft, Wärme abgibt und wieder kondensiert. Der Vorteil ist, dass dieses System nicht auf direkte Sonneneinstrahlung angewiesen ist.
Je niedriger die Solltemperatur angesetzt ist, desto größer ist anteilig die Unterstützung durch die Sonnenenergie. In den Sommermonaten mit hoher Sonnenintensität kann daher die konventionelle Heizung ausschaltet werden.

Die effizienteren Vakuumröhrenkollektoren mit ihrer größeren Leistungsfähigkeit, werden oft aus Kostengründen dort installiert, wo sie nicht nur das Wasser erwärmen sondern auch zur Unterstützung der Heizungsanlage dienen. Dabei kann es sich um die Sanierung oder Erneuerung der Heizungsanlage handeln. Um sicherzugehen, eine Anlage mit einem hohen Qualitätsstandard zu erwerben, ist auf das RAL Gütezeichen Solar zu achten. „RAL“ steht für das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung.

Das Bauen mit Solar beginnt mit der Analyse der Nutzungsanforderungen und der konkreten Rahmenbedingungen. Auf dieser Grundlage werden die Solarthermie und Photovoltaik-Anlagen ausgewählt. Die Angebote werden ebenfalls auf diese Anforderungen hin überprüft. Ebenso wichtig ist der Nachweis der Wirtschaftlichkeit der Anlage auf einer soliden Berechnungsgrundlage.

Weiterentwicklung der Solartechnik

Mit der Weiterentwicklung der ökologische Bautechnik stehen, für das Bauen mit Solar, inzwischen Solarkollektoren zur Verfügung, die direkt in das Dach integriert werden können. Die zunehmende Erfahrung der Handwerker mit der Solartechnik ergeben optisch sehr ansprechende Lösungen. Für die Bauherren interessant ist der Beitrag zur Senkung der Baukosten. Durch die Dachintegration der Solaranlage über eine große Fläche können Teile der konventionellen Dachdeckung dadurch substituiert werden. Zu weiteren Wirtschaftlichkeit der Solaranlage führt die Tatsache, dass überschüssiger Strom aus der Photovoltaik-Anlage nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz 2008 ins öffentliche Netz eingespeist werden kann. Die Netzbetreiber unterliegen der Verpflichtung, diesen ins öffentliche Netz eingespeiste Strom, abzunehmen und zu vergüten.

Die Entwicklung der Solaranlagen führte parallel zu vorkonfigurierten, thermische Solaranlagen, die weltweit einsetzbar sind. Für Experten, die sich für die Veränderungen der physikalischen Zustände in Solaranlagen interessieren, wurde ein spezielles Simulationsprogramm erstellt. Es besteht neben Basisfunktionalitäten aus zusätzlichen Funktionen wie Parametervariation (z.B. Füllhöhe des Wasserspeichers), für das Einlesen und Monitoring von Messdaten und die Ausgabe einer Energiebilanz. Ausserdem enthält das Programm die Möglichkeit, die Energiebilanz graphisch in einem Diagramm darzustellen.

Wichtige Zahlen und Fakten – Wirkungsgrad der Solarzellen

Alle, für das Bauen mit Solar interessant sind, wie private und gewerbliche Bauherren, Bauträger sowie die Verantwortlichen der öffentlichen Hand, sollten sich mit den Leistungsdaten der Solarzellen vertraut machen.

Bei der Nutzung der Solarenergie sind die typischen Wirkungsgrade der Siliziumzellen, die Energierücklaufzeiten und die Leistung der Solarzelle in Abhängikeit von der Beleuchtungsstärke zu beachten. Monokristalline Siliziumzellen haben in der Regel einen Wirkungsgrad von ca. 16 Prozent, polykristalline Si-Zellen von 14 Prozent und die im Hausbau unübliche organische Solarzelle 4 Prozent. Die Energierücklaufzeiten sind abhängig von den technologischen Voraussetzungen, d. h. ob mono- oder polykristalline Siliziumzellen eingebaut wurden. Die aktuelle Energierücklaufzeit wird mit 3 bis 6 Jahren angesetzt. Die Energierücklaufzeiten werden jedoch immer besser. Die Prognose für das Jahr 2010 sieht eine starke Verbesserung auf ca. 2 Jahre vor.

Das Maß der Solarzellenleistung – die Einheit Wp (Watt peak)

Die Leistung der Solarzellen ist abhängig von der Stärke der Beleuchtung. Um die Leistungsfähigkeit der Solarzellen vergleichen zu können, wird die Spitzenleistung Wp (Watt peak) herangezogen. Das englische „Peak“ ist mit „Spitze“ zu übersetzen. Wp gibt die Leistung der Solarzelle unter Normbedingungen an, d.h. 1000W/m2 Einstrahlungsleistung und genormtes Spektrum. Als Amortisationszeit für energetische Anlagen wird die Zeitspanne bezeichnet, die eine Anlage benötigt, um die Energiemenge zu erzeugen, wie für ihre Herstellung benötigt wurde.

Energieeffizienz wird immer wichtiger

Wie auch Industrieunternehmen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie angehalten werden, so gilt dies auch für die großen Wohnungsvermieter, die mit Wirtschaftsunternehmen vergleichbar sind.

Die Notwendigkeit von Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, mit durchdachter Nutzung von erneuerbaren Energien in Gebäuden. ist unstrittig. Während sich zahlreiche Privatpersonen sich bereits mit dem solaren Bauen beschäftigt haben, agieren zahlreiche große Wohnbaugesellschaften erst bei Leidensdruck, zum Beispiel bei stark gestiegenem Ölpreis. Dabei sollte eine langfristige Betrachtung den Umgang mit Energie bestimmen. Dieses beharrende Verhalten kann sich in wenigen Jahren nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch negativ auswirken. Nämlich dann, wenn wenn es schwieriger wird, Wohnungen mit veralteter, ineffizienter Energienutzung, zu vermieten. Andererseits können sich die heutigen Investitionen in moderne Nutzung von Energie in der Zukunft gewinnbringend auswirken.

Der Staat und die Europäische Union setzen Zeichen

Es wurden Pläne entwickelt, Gesetze und Verordnungen erlassen, um die Energieeffizienz zum Hauptkriterien für Förderungen zu machen sowie die Wettbewerbsfähigkeit von Solarenergie zu stärken. Die Energiesparverordnung (EnEV) und der Energiepass: diese seit 01.02.2002 in Kraft getretene Verordnung enthält verbindliche Aussagen über den Energie sparenden Wärmeschutz und Energie sparende Anlagentechnik. Die überarbeitete Fassung vom 01.07.2007 macht die Einführung von Energieausweisen für bestehende Gebäude zur Pflicht. Bei dem als „Energiepass“ bezeichneten Energieausweis handelt es sich um ein offizielles Dokument. In diesem Dokument sind der energetische Zustand eines Gebäudes vermerkt und mit einer Bewertung versehen. Ausserdem sind Empfehlungen zur Modernisierung beigefügt. Nach dem 01.07.2007 ist es gemäß EnEV 2007 Pflicht, für bestehende Gebäude bei erneuter Vermietung oder Verkauf diesen Energiepass nachzuweisen.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – Ausbau erneuerbarer Energien

Der deutsche Bundestag hat am 6.Juni 2008 eine Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Erreicht werden soll eine signifikate Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien. Die erneuerbaren Energien sollen mittel- und langfristig, ohne finanzielle Unterstützung, im Energiebinnenmarkt wettbewerbsfähig werden.

Die steile Karriere der Solarenergie

Die Erfolgsgeschichte der Solarenergie begann mit kleinen Schritten und großem Idealismus. Die Idee, der umweltfreundlichen Nutzung von erneuerbarer Energie fand mit den Förderprogrammen der 90er Jahre erste Unterstützung. Bauherren erhielten für die Stromgewinnung mit Solarzellen einen Zuschuss. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) förderte die Entwicklung der Solarenergie und trug zur steigenden Prosperität des Solarsektors bei. Solarthermie, Photovoltaik und solarer Bauen tragen wesentlich zur nachhaltigen Energieverorgung bei. Durch finanzielle Förderung der Solaranlagen wirken sie sich positiv bei der Kostenkalkulation für Bauherren und Bauträger aus. Bauen mit Solarstrom lohnt sich. Die neuen, effizienten Solaranlagen müssen nicht einmal mehr nach Süden ausgerichtet sein, um eine positive Energiebilanz zu erwirken.

Solarenergie – die Chance für den Städtebau

Für den modernen Städtbau bzw. Umbau bestehender Stadtteile eröffnet die Solarenergie neue Möglichkeiten der Energieversorgung. Bei dieser Energieform ist die Gewinnung der Energie aus Sonnenlicht räumlich eng und daher kostengünstig mit dem Verbrauch der Energie verknüpft. Gerade in den Städten lassen sich die riesigen Glasfassaden energetisch nutzen. Der Wert dieser Flächen erhöht sich , wenn zum beleuchtungstechnischen Faktor noch der Beitrag zur Energiegewinnung hinzukommt. So können sich in Zukunft gesamte Wohnareale selbst mit Energie versorgen. Mit dem Umbau der Städte können ökologische mit ökonomischen Aspekten verbunden werden und zusätzliche Lebensqualität gewonnen werden.

Neues Gütesiegel für Solaranlagen findet Akzeptanz bei Wohnungsbaugesellschaften

Bislang wurden Solaranlagen hauptsächlich auf den Dächern privater Eigenheime errichtet. Die Ausweitung des Marktes für Solaranlagen soll auch die Wohnungsbaugesllschaften mit einschliessen. Um die bestehenden Vorbehalte abzubauen, hat sich die Solar- und Immobilienwirtschaft auf ein Gütesiegel geeinigt. In Berlin wurde das erste Mietshaus mit einem solchen Gütesiegel ausgezeichnet. Die Solaranlage versorgt fünfzig Wohnungen mit warmen Wasser. Beim Gütesiegel geht es auch um Leistungsdaten. Das Gütesiegel garantiert den Investoren, dass die Solaranlagen den Mindest-Wärmeertrag erbringen, den die Hersteller und Ingenieurbüros zugesagt haben.

Diese vertrauensbildende Massnahme soll potenzielle Investoren von der Effizienz der energetischen Umstellung auf Sonnenenergie überzeugen. Solarenergie wird zur berechenbaren Kalkulationsgrundlage und somit für Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsgenossenschaften und Gemeinschaften von Eigentümern eine überlegenswerte Alternative. Die Solaranlagen haben inzwischen einen technischen Reifegrad entwickelt, der die Anpassung an ein mehrgeschossiges Gebäude mit kalkulierbarem Mehraufwand ermöglicht. Diese Entscheidung wird noch durch die wellenförmig auftretende Verteuerung von Öl und Gas begünstigt.

Die Wirtschaftlichkeit der Solarwärme verbessert sich laufend. Ziel ist es, mit der Nutzung von Solarenergie Betriebskosten zu senken. Sollte der zugesicherte Ertrag mit der Solaranlage nicht erreicht werden, dann steht der Vertragspartner in der Pflicht, die Anlage nachbessern oder eine Ausgleichszahlung an den Investor leisten. Es muss beachtet werden, dass Bedingungen in Einfamilienhäusern andere sind als in Mehrfamilienhäusern. Eine Solaranlage trägt zur Deckung des jährlichen Bedarfes an Warmwasser ca. 60 Prozent bei, in Mehrfamilienhäusern 20-50 Prozent. Mit fortschreitender technischer Entwicklung werden auch die großen solarthermischen Anlagen immer wirtschaftlicher.

Entwicklungsschub für die Bauwirtschaft durch Solarenergie

Die Bedeutung der Solarenergie für die Bauwirtschaft hat einen wachsende Einfluss auf die Bauwirtschaft und deren Innovationskraft. Jährlich werden jeweils ca. 200.000 neue Anlagen zur Stromerzeugung und solarthermische Anlagen installiert. Der Verband der Bauwirtschaft prognostiziert für das Jahr 2020 einen Anstieg des Solarstromes auf das nahezu Zehnfache. Dies hat zur Konsequenz, dass Häuser, die mit erneuerbaren Energien beheizt werden, an energetischer Unabhängigkeit gewinnen. Sie sind nicht mehr in dem Maße abhängig von, den in Versorgung und Preisniveau unsicheren, importierten Energien.

Nicht nur der Neubau von Eigenheimen, Mehrfamilienhäuser und Gebäudekomplexen soll von den Vorteilen des solaren Bauens profitieren. Auch eine energieeffiziente Bausanierung wird gefördert. Von diesem Zuwachs profitieren auch zahlreiche angegliederte Dienstleister wie zum Beispiel Dachdecker, Elektriker. Architekten können das solare Bauen zu einem neuen Geschäftszweig ausbauen.

Bedeutung des Bauens mit Solaranlagen in Europa

Dass Solarenergie nicht nur in Deutschland ein Thema ist, zeigten die Europäischen Solartage („European Solar Days“) im Mai 2008. Zeitgleich fanden in mehreren europäischen Städten Vorträge und Ausstellungen zum Thema Photovoltaik- und Solarthermieanlagen statt. In Frankreich, Österreich, Spanien, Deutschland, Slowien und weiteren europäischen Ländern war das Interesse an der Nutzung der regenerativen Energie sehr groß. Die Ausstellung vermittelte einen Eindruck davon, wie vielgestaltig Solaranlagen an Häusern unterschiedlicher Ausrichtung eingesetzt werden können. In einem spanischen Wissenschaftspark war die Photovoltaik-Anlage direkt in das Dach integriert. Bei dänischen Sommerhäusern befand sich die Solarthermieanlage in der Fassade. Wieviele Gewerbeparks könnten Solarenergie nutzen. Für Ferienhäuser in landschaftlich herrlichen, aber etwas unwegsamen Gebieten mit geringer Infrastruktur könnte die Solarenergie eine hervorragende Alternative sein. Laut Greenpeace wird der Solarstrom bereits innerhalb der kommenden sieben Jahre in Südeuropa die Wettbewerbsfähigkeit erreicht haben. Dieser Aussage liegt eine Studie zugrunde, die Greenpeace und der Europäische Verband der Photovoltaik Industrie (EPIA) in Jahr 2007 auf der größten Konferenz zum Thema Solarstrom in Mailand vorgestellt hatten.

Sonnige Zukunft

Aber nicht nur die Bauwirtschaft profitiert von der Solarenergie, sondern weitere Branchen, gewerbliche und private Bauherren sowie die öffentlichen Institutionen. Die Solarenergie wird langfristig zur wichtigsten Energiequelle werden, zum günstigen Strom der kommenden Jahre.

Mit Photovoltaik-Anlagen kann der Kohlendioxid (CO2) Ausstoß um Milliarden Tonnen eingespart werden. Ausserdem können mit Solarenergie Landstriche mit Strom versorgt werden, die bislang gar keinen Zugang zum Stromnetz haben. Auch die globale Bedeutung der Solarenergie wächst.

Balkongeländer mit Solar: Das Sonnenlicht sinnvoll nutzen

Balkongeländer sind in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben: Sie müssen bestimmten Mindeststandards entsprechen, um als Sturzsicherung zu dienen. Massive Geländer also, die einfach so am Balkon herumstehen, salopp gesagt, und in der Sonne braten. Hier kann eine Solaranlage viel bewirken. Balkone mit Solar sind die Zukunft des energieeffizienten Wohnens.

Solaranlage auf dem Dach oft von Schnee verdeckt

Nur ist die Eide von der Solaranlage nicht, aber in der Schweiz liegt gerade an den Hängen oft Schnee auf den Dächern. Da is eine Solaranlage nicht so effizient, denn sie liefert nur Strom, wenn die Sonne auf die Module scheint. Ähnlich ist das bei Anlagen auf Garagen und Carports. Warum also nicht die vertikalen Flächen nutzen, wenn die horizontalen Flächen ungeeignet sind? Man muss ja nicht gleich die ganze Hauswand mit Solarmodulen verkleiden. Das Haus der Zukunft ist energieeffizient und erzeugt seinen Naturstrom selbst – ohne zusätzliche Bauteile. (Quelle: http://www.easycarport.ch/balkongelaender)

Tolle Designs

Balkongeländer sind längst nicht mehr aus holz, sondern bestehen oft genug aus Edelstahl oder Schmiedeeisen. DAs sieht wunderschön aus. Und diese Geländer lassen sich sehr gut mit Solarmodulen verbinden. Die Solaranlage ist in das Sicherheitsglas des Balkongeländers eingearbeitet, so dass sich gerade durch die hell-transparenten und die dunkleren Glasflächen interessante Aspekte für das Design ergeben. Balkone mit Solar sind hochmodern und sehen sehr edel aus.

Und was ist mit Effizienz und Sicherheit?

In Sachen Sicherheit gibt es überhaupt keine Probleme. Die Balkongeländer sind nach DIN 18008 zertifiziert und genügen damit den Anforderungen an die Sicherheit in der Schweiz. Als Fallschutz sind Balkone mit Solar also hervorragend geeignet. Aber wie sieht es nun mit der Effizienz aus? Hat man uns nicht erzählt, dass Sonnenenergie nur effizient genutzt werden kann, wenn die Module immer in einem bestimmten Winkel von der Sonne beschienen werden?

Das war früher tatsächlich so. Aber die Solarmodule der Zukunft sind mit neuen Technologien ausgerüstet, die in allen Lagen das Sonnenlicht nutzen können, auch wenn sie nicht direkt angestrahlt werden. Die Hanglage Schweizer Häuser ist also perfekt. Ein Speichermodul stellt sicher, dass die selbst erzeugte Energie aus 100 % Sonnenlicht auch tatsächlich genutzt werden kann.

Literatur, Quellen und Verweise zu anderen Seiten

Bildnachweis:

  • https://pixabay.com/de/photos/solarenergie-solaranlage-solarpanel-2157212/
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